KONZEPT

Kinder wachsen heutzutage in einer sich rasant verändernden Umwelt auf. Räume, in denen sich Kinder selbstständig und eigenverantwortlich bewegen können, werden immer seltener und immer enger.

Auf der einen Seite sind die meisten Kinder reich ausgestattet und versorgt mit materiellen Dingen und vor allem mit dem technischen Fortschritt und seinen Möglichkeiten, auf der anderen Seite fehlt ihnen jedoch zunehmend die Chance, ihre eigenen Fähigkeiten auszuprobieren. Sie können immer weniger sich selber und ihre eigenen Grenzen, vor allem auch die körperlichen, erfahren.

Unser Ziel liegt darin, jedem Kind einen Raum zu schaffen für seine individuelle Entwicklung. Es ist bei uns ein Raum im doppelten Sinn: der Wald als Freiraum, in dem sich die Kinder den ganzen Kindergartentag aufhalten und die Natur erfahren. Zum anderen durch das Bewusstsein unserer Erzieherinnen, dass sich ihr Umgang mit anderen Menschen, mit der Natur, aber auch mit Dingen, ihre Beziehungen, Lebensfreude und Hingabe im Kind wiederspiegeln.

Der Erwachsene sollte sich deshalb ständig selbst reflektieren, die eigenen Handlungen hinterfragen und sich erweitern. Diese Selbstreflexion dient dazu, dem Kind ein gutes Vorbild zu sein und Orientierung zu geben.

Streng genommen heißt das, dass in der Umgebung des Kindes nichts geschehen sollte, was das Kind nicht nachahmen darf.

Feste und klare Regeln und Grenzen sowie eine durchgehende und intensive Aufmerksamkeit der Erzieherinnen geben diesem Freiraum den Rahmen. Er gibt den Kindern die nötige Sicherheit, um eigenverantwortlich zu handeln und ermöglicht auch ein gemeinsames Miteinander in der Gruppe.

Das Kind entdeckt je nach Alter und Entwicklung immer neue Aspekte. Wiedererkanntes gibt Halt und Orientierung, die daraus erworbene Sicherheit ermutigt das Kind zu weiteren Schritten und lässt im Menschen eine tief ins Lebensgefühl verankerte Gewissheit entstehen.

“Es geht eine magische Kraft aus vom Walde, ein unbestimmtes Weißnichtwas, das sänftigend auf Gemüt und Seele und anregend auf die Sinne wirkt.”

Carl W. Neumann

TAGESABLAUF

Mit einem zeitlich, räumlich und inhaltlich differenzierten Tagesablauf gehen wir auf die entwicklungsbedingten Bedürfnisse der Kinder von 2 bis 6 Jahren ein. Grundlage und Anliegen unserer Pädagogik ist es, jedes einzelne Gestaltungselement im Kindergartenalltag wie etwa das Spielen in der Natur, das Freispiel, den Morgenkreis, aber auch die Gestaltung der Feste im Jahreskreis auf die altersspezifischen Bedürfnisse der Kinder abzustimmen.

Ab 7.30 Uhr treffen die Kinder in den Räumlichkeiten am Oppspring ein. Während der Bringzeit ist Freispiel, in dieser Zeit werden schon erste Kunstwerke gebaut oder auch gemalt und gelesen. Ertönt das Glöckchen um 8.30 Uhr, kommen alle Kinder zur gemeinsamen Begrüßung zusammen. Im Anschluss packen wir unsere Ausrüstung zusammen und machen uns auf den Weg in den Wald. Dort angekommen starten wir mit dem Morgenkreis und dem anschließenden Frühstück. Jeden Morgen wird der Morgenkreis mit dem gleichen Lied eröffnet.

Vor dem Frühstück werden immer die Hände gründlich gewaschen. In der Zeit im Wald sucht sich jedes Kind eine eigene Aktivität oder es ist in ein vorgegebenes Angebot eingebunden. Geht es auf die Mittagsessenzeit zu, ertönt wieder das Glöckchen. Dieses signalisiert den Kindern, dass es Zeit ist mit ihrem Spiel zum Ende zu kommen und aufzuräumen. Zurück in unseren Räumlichkeiten werden die Hände gewaschen und um 12.00 Uhr gemeinsam zu Mittag gegessen. Nach dem Essen beginnt die Ruhephase.

Die jüngeren Kinder ziehen sich mit einer Erzieherin zum Mittagsschlaf in den Schlafraum zurück, wo ihnen Matratzen und Bettwäsche zur Verfügung stehen. Jedes Kind hat eigene Schlafutensilien, z. B. Schnuller und Kuscheltier, dabei. Mit einem Lied begleitet die Erzieherin die Kinder in den Schlaf. Für die mittleren und älteren Kinder beginnt eine Ruhephase. Sie machen es sich in der Gruppe gemütlich und bekommen eine ihrem Alter angemessene Geschichte vorgelesen. Um 14.00 Uhr beginnt für die ersten Kinder die Abholphase, bis 14.30 Uhr werden die meisten Kinder abgeholt.

Zwischen 15.00 und 15.30 Uhr gibt es für die verbleibenden Kinder einen kleinen Imbiss zur Stärkung (z. B. Obst, Rohkost, Quark, Joghurt).

Spätestens um 16.30 endet die Betreuungszeit für alle Kinder.

GALERIE

ELTERNFRAGEN ZUM WALDKINDERGARTEN / FAQs

1

Sind die Kinder tatsächlich immer draußen?

Wir verbringen das ganze Jahr über den Vormittag in der freien Natur. Jede Wetterlage, jede Witterung hat ihren eigenen, ganz besonderen Reiz und bietet uns immer wieder unterschiedliche, vielfältigste Sinnes- und Lernerfahrungen.
Nur bei Extremen wie Sturm oder Gewitter bleiben wir sicherheitshalber im Haus. Auch bei eisigen Temperaturen wärmen wir uns erst mal beim gemeinsamen Frühstück in den Gruppenräumen auf, bevor wir losziehen.
2

Welche Ausrüstung sollten die Kinder haben?

Die Kinder tragen in ihrem Waldrucksack eine Brotdose mit einem gesunden Frühstück, eine Trinkflasche mit Wasser oder Tee und Wechselkleidung.
Um den Aufenthalt im Wald genießen zu können, ist natürlich der jeweiligen Jahreszeit und Witterung angepasste Kleidung wichtig. Im Sommer reicht z.B. etwas Leichtes, Langärmliges, eine Kopfbedeckung und festes Schuhwerk. In der kalten, nassen Jahreszeit müssen es dann schon mehrere wärmende Kleidungsschichten und wasserfeste Regenkleidung sein.
Nähere Tipps erhalten Sie gerne von uns.
3

Ist die Verletzungsgefahr im Wald größer, als im Regelkindergarten?

Im Wald lernt das Kind von Anfang an, sich auf unebenem, sich ständig veränderndem Gelände zu bewegen. Es übt sich dadurch in den unterschiedlichsten Bewegungsformen und wird in seiner Aufmerksamkeit und Motorik ganz natürlich herausgefordert.
Dadurch ist das Unfallrisiko wesentlich geringer- was auch eine Untersuchung der UNFALLKASSE NRW belegt.

TEAM

Wir möchten die Kinder dazu befähigen, verantwortungsvoll und nachhaltig zu denken und zu handeln. Entsprechend unserer humanistischen Grundhaltung leben wir im Waldkindergarten Respekt vor Mensch und Natur vor und haben eine optimistische Grundeinstellung zum Leben. Unser ganzheitliches Bildungsangebot und das spannende waldpädagogische Erleben sind die Basis für das Kind, sich zu einer lebensfrohen, stabilen Persönlichkeit zu entwickeln. Unser Ziel ist es, den Kindern das Wachsen in der Natur zu ermöglichen und sowohl das Lernen voneinander als auch das Leben miteinander positiv zu gestalten.Wir unterstützen den natürlichen Forscherdrang und die Neugierde der Kinder und helfen dabei, vernetztes Denken zu entwickeln. Wertschätzung und Achtsamkeit sind die Basis unseres Zusammenlebens. Die Freude an der Arbeit mit Kindern und die Liebe zur Natur sind die Grundhaltung unseres Tuns.

DANIELA DIETZ

pädagogische Fachkraft

EKATHARINA DUNGS

Hauswirtschaftskraft

KIRSTEN EICKMEIER

pädagogische Fachkraft

CLAUDIA GRONEMANN

pädagogische Leitung

ELKE MÜHLENFELD

pädagogische Fachkraft

MARA MÜNCH

Praktikantin

HIER SIND WIR UNTERWEGS

Die zentrale Lage der Kitaräume am Oppspring 18 a ermöglicht das schnelle Erreichen der Waldgebiete um die Hölter- , Luisenschule und  Rumbachtal bis zum Flughafen und weite Teile des Witthausbusches. Dort findet sich auch der Arche-Park mit angeschlossenem Streichelzoo und ein grosses Rotwild-Gehege, sowie verschiedenste Spiel- und Erkundungsmöglichkeiten.